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Rheinwiese im Sommer: im Vordergrund Menschen, im Hintergrund die Hohenzollernbrücke und ein Teil des Domes in Köln (Rechte: WDR)
Sendung vom 30.07.2011, 21:05 bis 23:00 Uhr
"Lanstroper Ei" in Dortmund; Rechte: Mauritius/Imagebroker/Robbin

 Der Wasserturm "Lanstroper Ei" als Zentrum einer Reise in die Dortmunder Geschichte

Ruhrgebietsredaktion

Tremonia Geisterbahn

Dinosaurier, Industrielle, ein seltsamer
Gast, Stadtmusikanten, Agenten und ein Femegericht
Von Jürgen Werth

Regie: Frank-Erich Hübner
Produktion: WDR 2001/114’

Im Lanstroper Ei, einem alten Wasserturm, sitzt Bierblum und blickt im Jahre 2006 zurück: auf eine riskante Kurve in der Geschichte Dortmunds, damals vor 20 Jahren - und er, Bierblum, hat doch das Schlimmste verhütet! Nun bereitet er mit einem Papagei sowie mit Kindern und Jugendlichen, die dem Alten Brötchen und Zeitungen bringen, einen Beitrag zur 1125-Jahrfeier Tremonias vor: Panorama dieser Zeit und Würdigung in eigener Sache. Bierblum, der Weichensteller. Was war 1986 passiert? Ein Berliner kommt nach Dortmund und landet unwahrscheinlich sicher in der Geschichtswerkstatt. Seine Absicht sei es, diese Stadt zu beschreiben. Vorurteile wolle er abbauen. Diese Region an der Dreck- und Feuerlinie ganz groß rausbringen. Aber wie? Das weiß er noch nicht. Katja Müller von der Geschichtswerkstatt übergibt den „Fall“ an Bierblum. Der macht ein Programm für den Gast: 1000 Jahre mit Siebenmeilenstiefeln - Dinosaurier, Femegericht, Stahl-Krise. Die Schnitzeljagd beginnt in einer Baugrube. Ein Lokaltermin jagt den anderen. Es geht durch Antiquiertes und Brandneues, mit den verwegensten Verkehrsmitteln. Katja behält bei allem die Fäden in der Hand. Ihr war der Gast gleich nicht geheuer. Sie arrangiert eine Mausefalle. Und der Berliner ist gefangen. Ein Butterberg von Beweisen. Das Hohe Gericht der Geschichtswerkstatt will gerade zuschlagen, da packt der Berliner aus: Im Auftrag der High-Tech-Industrie habe er Material sammeln sollen für einen Totenschein Tremonias. Die Auftraggeber: Kreise in Stuttgart und Berlin. Ein Agent enttarnt. Aber auch er hat dazugelernt. So manche Erlebnisse waren Eselsbrücken für ihn, die Stadt gegen den Strich seiner Auftraggeber zu sehen. Nach einem herzzerreißenden Abschied fährt er zurück nach Berlin, neureich an Erfahrungen.

Jürgen Werth, geboren 1943 in Berlin, studierte mindestens zehn Jahre Philosophie, arbeitete mindestens zehn Jahre in der Metallindustrie - und träumt davon, irgendwann einmal im Lanstroper Ei zu wohnen, in dem alten Dortmunder Wasserturm.


Redaktion:

Georg Bühren

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