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Wenige Tage vor Beginn der Fußball-Europameisterschaft in Polen und der Ukraine wird in der Öffentlichkeit heftig über das Verhältnis von Sport und Politik diskutiert. Aus Protest gegen Menschenrechtsver- letzungen und fehlender Rechtsstaatlichkeit in der Ukraine wollen zahlreiche europäische Politiker den Spielen dort fernbleiben. Der Europäische Fußballverband (UEFA) hingegen möchte sich nicht in die politischen Belange des Landes einmischen. Kann der Sport politisch neutral sein, wie Sportfunktionäre gerne betonen? Auffällig ist, dass UEFA,FIFA & Co. große Turniere, bei denen es um Milliarden-Geschäfte geht, zunehmend an autokratisch regierte Länder vergeben, wie etwa die Eishockey-WM 2014 an Weißrussland oder die Fußball-WM 2022 an den Wüstenstaat Katar. Nach welchen Kriterien geschieht dies, und welche politischen und ökonomischen Interessen spielen dabei eine Rolle? Sollten Sportverbände bei der Vergabe von solchen Events künftig Mindeststandards für Menschenrechte vertraglich festlegen?
Öffentliche Veranstaltung
im Kleinen Sendesaal, WDR-Funkhaus Wallrafplatz, Köln
Gäste in der Sendung

Dr. Michael Vesper
Generalsekretär des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB).
These: Man kann vom Sport nicht etwas verlangen, was die Politik nicht schafft.

Thomas Kistner
Sportjournalist bei der Süddeutschen Zeitung.
These: Für große Sportveranstaltungen müssen Werte, wie Menschenrechte, Rede- und Informationsfreiheit, vertraglich festgeschrieben werden.

Uwe Hiksch
Mitglied im Bundesvorstand der NaturFreunde Deutschlands.
These: Bei sportlichen Großereignissen werden immer wieder Menschenrechte und auch ökologische und soziale Standards für die Profitinteressen der großen Sponsoren geopfert.
Wiederholungen auf WDR 5
Samstag, 02.05.2012, 3.05 - 4.00 Uhr
Sonntag, 03.05.2012, 23.05 - 24.00 Uhr
Mittwoch, 06.06.2012, 3.05 - 4.00 Uhr








