s
Politik und Wirtschaft sind sich einig, dass die Unternehmen mehr Frauen in Führungspositionen holen sollten. Doch freiwillige Selbstverpflichtungen haben bisher kaum etwas gebracht. Die EU-Justizkommissarin Viviane Reding möchte deshalb alle börsennotierten Firmen europaweit zwingen, mindestens 40 Prozent ihrer Aufsichtsratmandate an Frauen zu vergeben. Die deutsche Frauenministerin Kristina Schröder lehnt das als "kollektivistische Symbolpolitik" ab und möchte lieber eine "Flexi-Quote" einführen: jede Branche soll sich eigene Ziele setzen dürfen, bevor der Staat die Frauenförderung nötigen darf.
Schröders Amtsvorgängerin Ursula von der Leyen und die meisten deutschen Frauenpolitikerinnen haben indes parteiübergreifend die "Berliner Erklärung" unterschrieben und verlangen eine verbindliche Frauenquote für Aufsichtsräte und Vorstandsposten in der Wirtschaft. Welche Gründe gibt es dafür, dass immer noch so wenige Frauen in die Chefsessel gelangen? Muss die Politik die Wirtschaft zur Frauenförderung zwingen?
Öffentliche Veranstaltung
im Kleinen Sendesaal, WDR-Funkhaus Wallrafplatz, Köln
Gäste in der Sendung

Barbara Steffens
Ministerin für Gesundheit, Emanzipation, Pflege und Alter in NRW.
These: Eine Unternehmenskultur, in der Männer andere Männer an die Spitze ziehen, muss aufgebrochen werden, und das wird nur mit Druck von außen funktionieren.

Prof. Ute Klammer
Vorsitzende der Sachverständigenkommission Gleichstellung der Bundesregierung
These: Wir brauchen jetzt eine verbindliche Frauenquote als ein Werkzeug, das die Verkrustungen aufbricht und bei Erfolg hoffentlich zukünftig überflüssig sein wird.

Regine Stachelhaus
Vorstandsmitglied e.on
These: Eine staatlich verordnete Frauenquote ist der falsche Weg - flexible und kreative Wege zur Erreichung eines höheren Frauenanteils werden schneller und unkomplizierter zum Ziel führen!
Wiederholungen auf WDR 5
Samstag, 16.06.2012, 3.05 - 4.00 Uhr
Sonntag, 17.06.2012, 23.05 - 24.00 Uhr
Mittwoch, 20.06.2012, 3.05 - 4.00 Uhr








