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Die Diskussion ums Urheberrecht schlug in den letzten Wochen hohe Wellen. Vorstöße des Gesetzgebers gegen die illegale Verbreitung urheberrechtlich geschützter Inhalte sind umstritten. Zuletzt wurde in den USA eine entsprechende Initiative erst einmal auf Eis gelegt. Der Vorschlag wird nach massiven Protesten nun überarbeitet. Die Gegner strengerer Regeln wollen nach eigenem Selbstverständnis das freie und offene Internet vor Zensur bewahren. Damit rückt die Diskussion über illegale Downloads und kopierte Presseartikel in die Nähe eines Kulturkampfes. Gibt es einen goldenen Mittelweg zwischen den Positionen? Muss geistiges Eigentum im Netz tatsächlich geschützt werden? Ist die Vorstellung eines freien Internets nicht längst überholt?
Funkhaus Wallrafplatz diskutiert mit Hörern und Experten den schwierigen Umgang mit dem Copyright.
Gäste im Studio:
Stephan Urbach, Netzaktivist
Thomas Mosch, Geschäftsleiter Politik & Recht beim BITKOM
Hörerinnen und Hörer können sich live an der Sendung beteiligen über die für sie kostenlose WDR 5 Hotline 0800 / 5678- 555.
Oder mailen Sie uns Ihre Fragen, Eindrücke und Kommentare - ab sofort, an: funkhaus.wallrafplatz@wdr.de
Autor/in:
Christian Ahlborn
Redaktion:
Willi Schlichting
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Ihre Meinung zu dieser Sendung:
von GeKKo | 04.02.2012 10:59 Was war das heute nur für eine seltsame Sendung!
Ein Anrufer meint, es geht um die Leute, die geschützte Inhalte illegal ins Netz stellen. Vehementer Widerspruch vom Studiogast. Doch dann bestätigt er sogar noch: Es geht, Dinge mit Passwörtern zu schützen. Der Anrufer ist im Hintergrund noch zu hören, kommt aber nicht mehr zu Wort. Das hat mir nicht gefallen.
Studiogast: Nationales Recht ...
Ja, gibt es so etwas?
Ich sehe nur mal hier und mal da eine Regelung.
Aber konstistentes, durchgänges Recht - das gibt es nicht.
Ich sehe eine Entwicklung wie bei den "weichen Drogen" - dort gibt es eine Grauzone, wo für den Eigenverbrauch Vorhandenes straffrei bleibt. In diese Richtung wird es sich auch auf Dauer mit den Daunlods entwickeln.
Bitte bestrafen wir nicht die Postboten!
von Jean-Pierre H. | 04.02.2012 10:48 Es gibt Urheber, Rechteinhaber und Rechteverwerter. Ein weites Spielfeld um Zensur und alles mögliche auszuüben. Der Urheber hat oft nichts mehr davon. Apple schafft in seinen neuen Computer das DVD/CD Laufwerk ab und versucht den User an iTunes zu binden, verwehrt aber den Kauf von Titeln innerhalb der restlichen EU. Wer die iTunes AGB's liest, weiß wo das lang gehen soll. Die Abschaffung der Hardware ist Programm. Das Bereitstellen von Filmen u. Musik geschieht dann nach Gutdünken. Der Ländercode auf den DVD's verhindert legal erworbene Ware abzuspielen, obwohl viele Film- u. Musikklassiker in Deutschland überhaupt nicht zu haben sind. Wir sind was die DVD-Filmklassiker angeht bereits ein Entwicklungsland! Hier regiert nur der Unverstand und kleinkariertes Geschacher zu Gunsten der Rechteverwerter.
Ich halte es da lieber mit dem Erwerb von legaler Hardware, die ich in den Händen halten kann und die mir dann zur Verfügung steht, wenn ich sie brauche.
von Willi | 04.02.2012 10:46 Der WDR, der öffentlich-rechtliche Rundfunk, das Fernsehen – alle sitzen auf den größten Schätzen in ihren Archiven. Seit ewige Zeiten werden Mitschnitte gefertigt von Auftritten nahmhafter Künstler. Klassik, Pop, Rock, Jazz. Große Festivals währen ohne Beteiligung Rundfunk/Fernsehen gar nicht möglich. Und die Archivierung der Aufnahmen kostet Millionen, bei allen Anstalten.
Jetzt die große Frage: Wer hat das bezahlt? Genau! Du und ich. Und jetzt komme ich Gebührenzahler und frage, z. B. beim WDR, ob ich vielleicht eine Aufnahme vom Moers Festival oder Leverkusener Jazztage haben könnte. Oder beim RBB eine alte Aufnahmen der „Jazztage Berlin“.
„Können wir aus rechtlichen Gründen nicht machen“
Welche Rechte? Der GEMA, des Musizierenden, vielleicht die des Hörers?
Ich möchte dafür bezahlen! Ich unterschreibe den Eigenverbrauch! Nix zu machen.
Dann schlummert die Musik weiter für die gnädigen Radiomacher im Dunkeln...
Das nenne ich Scheinheiligkeit und alles ohne Internet!
Willi
von Berth SR-21 | 04.02.2012 10:39 @gekko "Die Freiheit des Internets" , - seit wann ist das Internet oder auch die Landstraße ein SUBJEKT ?!
FREIHEIT ist etwas, das für mich zu erhalten ist oder auch für Sie, ... was auf Dauer nur geht durch entsprechende Handlungen, durch entsprechendes Recht und Justiz und einen Staat, der ihnen mit VERFASSTER MACHT den Rücken stärkt; das
ist die REPUBLIK oder auch die konstitutionell-demokratische Monarchie.
IHRE hier reklamierte "Freiheit" ist die Freiheit des Stärkeren, Mächtigeren oder Hackers, - eben hier nur vermittelt über das InterNetz, statt per mehr-PS über das Straßennetz oder per (anderen) Verkehrswegen des kriminellen Geschäfts.
Tendenziell ist das so, als riefen Normale "auch wir wollen endlich Vorteil und Anteil an den MAFIÖSEN geschäften haben oder an den ANGRIFFEN auf das PENTAGON und auf vor allem westliche, wenn nicht amerikanische Firmen."
- Eine wirklich tolle FREIHEITS-MORAL !
von GeKKo | 04.02.2012 10:38 -
Lieber Berth SR-21 | 04.02.2012 10:26
Wenn Sie Mitteilungen hier in üblicher Weise einseitig interpretieren, muss das nicht der Intention der SchreiberIn entsprechen.
Sie schwingen sich hier auf zur Verteidigung von etwas, das überhaupt nicht benannt wurde und auch nicht gemeint ist!
Woher wissen Sie, ob ich nicht ein Fan der US-amerikanischen "Republikaner" bin? Weshalb darf ich die Vergabe des Friedensnobelpreises an Barack Obama nicht kritisieren?
Weshalb sollte diese Kritik etwas anderes sein als die Kritik am Nobelkomitee.
Was kann denn Obama dafür, wenn ihm dies an die Backe geheftet wurde?
Natürlich hat Obama NICHT umgesetzt, was er versprochen hat! Aber klarsichtige Menschen wissen auch, dass dies nicht allein an ihm liegt.
Aber es ist gut, dass es NOCH möglich ist, solche Zeilen wie diese hier zu verfassen! Das Urheberecht liegt natürlich bei mir. Ich hoffe, dass dies nicht gleich wieder gelöscht wird.
Für die Freiheit im Internet!
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