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Eine Frau spaziert am Zaun eines Strandweges entlang (Rechte: WDR)
Sendung vom 30.10.2011, 07:05 bis 07:30 Uhr
Günter Grass im Berliner Ensemble; Rechte: dpa

 Günter Grass

Wie ein glücklicher Sisyphus

Günter Grass, Schriftsteller und Bildhauer

Günter Grass, gerade 84 Jahre alt geworden, hat Sympathien für Sisyphus – obwohl der arme Mensch seinen Felsen immer wieder den Berg heraufrollen muss, sieht Grass ihn als glücklichen Menschen an. Weil Sisyphus´ Streben seiner Arbeit so ähnlich sei: Wenn er, Grass, ein Buch abgeschlossen habe, beginne schon das Nächste. Die Arbeit habe nie ein Ende, sie laufe immer weiter, beim Schreiben und bei der bildenden Kunst, der sich Grass immer wieder gewidmet hat. Insofern vergleicht sich der Nobelpreisträger und Verfasser etlicher Werke wie vor allem der „Blechtrommel“, die die bundesrepublikanische Nachkriegsgesellschaft durchrüttelten und aufweckten, gern mit Sisyphus – was auch seine politische Arbeit anbelangt. Für die SPD machte sich Günter Grass wiederholt stark; immer wieder gründete er Unterstützungskreise für die Sozialdemokratie.

Autor/in:

Sibylle Plogstedt

Redaktion:

Mark vom Hofe

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