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Sie war das einzige Mädchen auf dem Essener Burggymnasium und machte das Abitur "mit Auszeichnung"; sie war die erste Frau, die 1970 auf einen Lehrstuhl für katholische Theologie berufen wurde; und sie ist die älteste Tochter des ehemaligen Bundespräsidenten Gustav Heinemann: Uta Ranke-Heinemann, die am 2. Oktober 80 Jahre alt wird.
13 Semester hatte sie evangelische Theologie belegt, dann bekannte sie sich 1953 zum Katholizismus, studierte in München katholische Theologie, zusammen mit dem heutigen Papst Joseph Ratzinger und promovierte 1954 - das Jahr, in dem sie auch ihren Studienkollegen Edmund Ranke heiratete, der eigentlich Mönch werden wollte. 1970 erhielt Uta Ranke-Heinemann an der Pädagogischen Hochschule in Neuss eine Theologie-Professur, 1980 einen Lehrstuhl an der Universität Duisburg. Bereits damals war sie bekannt für ihre äußerst kritische Auseinandersetzung mit der katholischen Kirche. Der Streit endete Mitte 1987, als der Essener Bischof Hengsbach Uta Ranke-Heinemann die Lehrbefugnis entzog, weil sie bei einer WDR-Fernsehsendung im Wallfahrtsort Kevelaer Zweifel an der Jungfräulichkeit Marias geäußert hatte. Obwohl sie theologische Schützenhilfe von Ratzinger und Karl Rahner erhielt, beendete der Bischof die Auseinandersetzung mit ihrer Absetzung als Lehrbeauftragte.
Autor/in:
Katrin Fromme
Redaktion:
Mark vom Hofe
Erlebte Geschichten: Uta Ranke-Heinemann






