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Er entdeckte Manfred Krug, jedenfalls als Jazzinterpret; er organisierte im Kabarett "Die Distel" in Ost-Berlin von 1957 an regelmäßig Jazzveranstaltungen, und er schaffte es, jahrelang im Kulturhaus am Prenzlauer Berg unter dem Titel "Mit Josh um halb Acht" Jazzkonzerte zu veranstalten: "Josh" Werner Sellhorn, der Dr. Jazz der DDR.
"Josh", den Spitznamen bekam der 1930 in Hamburg geborene Sellhorn wegen seiner Begeisterung für den farbigen amerikanischen Bluessänger Josh White.
Nach dem Studium von Geschichte und Philosophie an der Humboldt-Universität in Berlin, arbeitete Werner Sellhorn zunächst freiberuflich als Dozent, später als Lektor und Werbeleiter im Verlag "Volk und Welt" - bis er 1965 mit einem Berufsverbot in belletristischen Verlagen der DDR bis zu deren Ende belegt wurde. Der Grund: Sellhorn hatte an einem Streik wegen der Verhaftung Wolf Biermanns teilgenommen.
Autor/in:
Ulrich Kothe
Redaktion:
Mark vom Hofe





