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"Friedlicher Handstreich auf Helgoland geglückt. Studenten trotz Bombendrohung auf der Insel", titelte am 21. Dezember 1950 die "Frankfurter Abendpost". Rene Leudesdorff und Georg von Hatzfeld, beide Anfang 20, der eine Theologie-, der andere Soziologiestudent, hatten kurz vor Weihnachten die zwei Quadratkilometer große, menschenleere Felseninsel in der Nordsee besetzt. Von den Deutschen während der Weltkriege zur Seefestung hochgerüstet, war Helgoland seit 1945 militärisches Sperrgebiet und Übungsziel für Bombenabwürfe der britischen Luftwaffe. Der "Big Bang" - die größte nicht-atomare Explosion der Geschichte - zerstörte am 18. April 1947 die militärischen Anlagen und die Südspitze der Insel. Mit ihrer "friedlichen Invasion", anderthalb Jahre nach Gründung der Bundesrepublik, forderten die Heidelberger Studenten ein Ende der Bombardierungen und die Rückgabe der Insel an die Helgoländer, die evakuiert worden waren. Die Aktion beherrschte um die Jahreswende 1950/51 die Schlagzeilen und verhalf den fest gefahrenen Verhandlungen um die Zukunft Helgolands schließlich zum Durchbruch.
Autor/in:
Claudia Heissenberg
Redaktion:
Mark vom Hofe
Erlebte Geschichten: René Leudesdorff






