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Hans Jürgen Krysmanski, 1935 in Berlin geboren, schwärmt vom Land der unbegrenzten Möglichkeiten. Als junger Mann hat er Anfang der 50er Jahre als Austauschschüler die Vereinigten Staaten von Amerika vor allem in Michigan kennen und schätzen gelernt, die andere Lebensweise, die – vermeintliche - Leichtigkeit – und zugleich hier den Grundstein für sein späteres soziologisches Interesse gelegt: Rassen- und Klassengegensätze. 1971 erschien, als er gerade zum ordentlichen Professor für Soziologie in Münster berufen worden war, sein Buch „Soziologie des Konflikts“. Heute gehört Krysmanski, 15 Jahre lang Mitglied des Weltfriedensrats, seit 2001 emeritiert, zu den schärfsten Kritikern der Reichtums-Entwicklung in Deutschland und ganz Europa: „Wir müssen von den wirklich Reichen, den Superreichen reden. Richtig interessant wird es erst bei über 100 Millionen Euro bis hinauf zu den Milliardären und Multimilliardären.“ Das Privatvermögen der „Geldelite“ in Europa, der 100 reichsten Europäer, habe sich zwischen 1982 und 2006 verzehnfacht, klagt Krysmanski an.
Autor/in:
Martina Espeter
Redaktion:
Mark vom Hofe
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