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Günter Zint, 1941 in Fulda geboren, kennt sie alle, die sich in dieser Republik schon einmal kritisch zu Wort gemeldet haben; kein Wunder, dass er sich in den 1970ern in der Anti-Atomkraft-Bewegung engagierte und ausdrucksstarke, nachhaltig wirkende Schwarz-Weiß-Fotos von Demos und Meilern verbreitete. Zuvor hatte er in Hamburg eine linke Zeitung gegründet, die St. Pauli-Nachrichten, zusammen mit Henryk M. Broder und Stefan Aust - das Blatt wurde zur Sexpostille, nachdem Zint es verkauft hatte. Später machte er für Günter Wallraff die Fotos während dessen Undercover-Reportagen. Günter Zint behauptet von sich, Gebrauchsfotograf zu sein, er will Szenen festhalten, keine Kunst machen. Dass seine Fotos trotzdem Kunst sind und Teil der bundesdeutschen Geschichte, wird deutlich bei Ausstellungen seiner Werke, die im Haus der Geschichte in Bonn hingen und auf Wanderschaft durch die Republik gingen. Gerade verweilt die Ausstellung noch für wenige Tage auf Helgoland.
Autor/in:
Ursula Deutschendorf
Redaktion:
Mark vom Hofe






