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Osvaldo Bayer, 1927 in Santa Fé in Nord-Argentinien geboren, hatte im Stadtteil Belgrano in Buenos Aires 1936 die erste Berührung mit den Nationalsozialisten. Belgrano war damals nahezu ein deutscher Stadtteil, bis zu einer halben Million Deutsche lebten damals in Argentinien. Am 20. April, Hitlers Geburtstag, erlebte Osvaldo Bayer mit, wie der deutsche Botschafter, Freiherr von Dörrmann, in SA-Uniform eine Kundgebung abhielt, den Badenweiler-Marsch spielen ließ und das Publikum mit Nazi-Gruß empfing. Bayer ging nach dem Krieg nach Hamburg zum Studium von Philosophie und Geschichte. Bis 2006 war er ordentlicher Professor für das Fach Menschenrechte an der Philosophischen Fakultät der Universität in Buenos Aires. Er ist in Lateinamerika wohlbekannt als Historiker, Menschenrechtsaktivist und - Anarchist.
Autor/in:
Jochanan Shelliem
Redaktion:
Mark vom Hofe
Erlebte Geschichten: Osvaldo Bayer






