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Eine Frau spaziert am Zaun eines Strandweges entlang (Rechte: WDR)
Sendung vom 26.08.2012, 07:05 bis 07:30 Uhr
Klaus Ender - Fotoausstellung; Rechte: dpa

 Klaus Ender bei einer Fotoaustellung.

Rügen im Objektiv

Klaus Ender, vom Bäckergesellen zum Fotograf

In der ehemaligen DDR kannte fast jeder Klaus Ender. Wem Enders Akt-Fotos in den Zeitschriften "Magazin" und "Eulenspiegel" entgangen waren, kannte seinen Name spätestens seit der Ausstellung "Akt und Landschaft" 1975, die von Hunderttausenden besucht wurde. Klaus Ender, Jahrgang 1939, hat seinen österreichischen Vater nie kennen gelernt. Er erlebte die Vergewaltigung seiner Mutter, die sich viele Jahre später das Leben nahm. Das Fotografieren half ihm über alles hinweg. Wie besessen erarbeitete sich der Bäckergeselle Klaus Ender auf Rügen nebenbei seine Aktfotografie, fand seine Modelle an den Nacktbadestränden und entdeckte die Landschaftsfotografie als zweite Leidenschaft. Nach Zwischenstationen in vielen Ländern ist er jetzt im Alter wieder nach Rügen zurückgekehrt. Von seiner jüngeren Frau tatkräftig unterstützt, stattet er seine Fotobände jetzt mit humorvoll tröstenden Gedichten aus, mit denen er seiner Parkinson-Krankheit trotzt.

Autor/in:

Doris Netenjakob

Redaktion:

Mark vom Hofe

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