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Wäre es nach dem Willen seiner Eltern gegangen, wäre Ulrich Rückriem Priester geworden. Zehnjährig tritt er in das Klosterinternat Knechtsteden ein. Nach einem schweren Sportunfall verliert er den Anschluss an die Klasse. Nur im Zeichnen und Modellieren ist er seinen Mitschülern überlegen. Statt Missionar will er nun Künstler werden. Doch zuvor folgt er dem Rat seines Kunstlehrers und lernt den Steinmetzberuf. Da die Kunstakademie in Düsseldorf seine Bewerbung ablehnt, erzieht er sich selbst zum Künstler. Anfang der 70er Jahre wird er berühmt durch Skulpturen aus gespaltenen und wieder zusammengefügten Steinblöcken, die er erstmals aus einem Steinbruch in Anröchte in Westfalen brechen lässt. Heute sind seine Werke in stillen Landschaften genauso wie auf vielen öffentlichen Plätzen und Museen zu sehen.
Autor/in:
Sabine Jäger
Redaktion:
Hanns Otto Engstfeld
Erlebte Geschichten: Ulrich Rückriem






