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Ludwig Sebus, 1925 geboren, ist das, was gemeinhin als "kölsches Urgestein" bezeichnet werden kann. In Köln geboren und von Stund an im Karneval verhaftet - ein ganzes Leben lang mitgestaltend, mitwirkend, mitprägend. Sebus' aktives Wirken im so genannten vaterstädtischen Brauchtum, besonders im Karneval, begann, als er 1950, gerade aus russischer Kriegsgefangenschaft nach Köln zurückgekehrt, auf dem Alter Markt, umgeben von Kriegstrümmern, an der 1900-Jahr-Feier der Stadt teilnahm. Er trat dem Altermarkt-Spielkreis bei und gab dem Drängen nach, ein Musikstück zu schreiben: "Schön bruchste hück nich uszesinn". Ein Jahr später folgte der Sessionshit: "Jede Stein en Kölle". Damit hatte Sebus den Grundstein seiner karnevalistischen Karriere gelegt - nebenberuflich. Denn seinem Beruf als Industriekaufmann ging er weiter nach. Sebus darf für sich in Anspruch nehmen, das Krätzchen gepflegt und gehegt zu haben - was überhaupt ein Krätzchen ist? "Ein Krätzchen ist eine lustige Begebenheit", sagt Sebus - und davon hat er viele erlebt.
Autor/in:
Ursula Deutschendorf
Redaktion:
Mark vom Hofe
Erlebte Geschichten: Ludig Sebus






