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Eine Frau spaziert am Zaun eines Strandweges entlang (Rechte: WDR)
Sendung vom 25.12.2005, 07:03 bis 07:30 Uhr
Karl Lehmann; Rechte: picture-alliance/ dpa

 Karl Lehmann

Kindheit eines Kardinals

Karl Lehmann erzählt

Es war wohl so wie bei vielen Deutschen, damals bei den Lehmanns. Als 1936 Sohn Karl geboren wurde, waren seine Eltern bitterarm, die Lehrerfamilie Opfer der Weltwirtschaftskrise. Sein Vater sei in die NSDAP eingetreten, um endlich Arbeit zu bekommen, erzählt Kardinal Karl Lehmann, und sei dann von den
Nationalsozialisten ständig strafversetzt worden. Kindheit eines Kardinals: Deutschlands populärster Kirchenmann erzählt, dass er als Kind nicht sehr gerne, aber fleißig gelernt hat und im Dorf auf der Schwäbischen Alb unter besonderer Beobachtung stand. Und von der Reaktion seiner Eltern, als er ihnen sagte, dass er Priester werden wollte: "Na gut! Aber wenn Du merkst, dass Du das nicht kannst, dann kommst Du wieder zurück!" Er kam nicht zurück, sondern machte Karriere in der katholischen Kirche als Theologieprofessor und seit 1983 als Bischof von Mainz. Vor wenigen Wochen wurde Karl Lehmann als Vorsitzender der Deutschen Bischofskonferenz wieder gewählt.

Autor/in:

Christiane Raasch

Redaktion:

Mark vom Hofe

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