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„Für einen Böhmen ist alles Musik“
Emmerich Smola: Ein Klangfanatiker schrieb Rundfunkgeschichte
Emmerich Smola ist zeit seines Lebens ein Workaholic gewesen – ein musikalischer Workaholic, ein Klangfanatiker, der Kapellmeister der Pfalz. Insgesamt rund 18 000 Titel hat er als Dirigent des Südwestrundfunks seit 1951 eingespielt – und zwar alle Genres: „Es gibt keine U- und E-Musik, nur gute und schlechte!“ Emmerich Smola, 1922 im böhmischen Bergreichenstein an der Moldau geboren, hat sich mit seinem musikalischen Gesamtwerk so einen Namen gemacht, dass die Stadt Landau in der Pfalz einen Emmerich-Smola-Nachwuchsförderpreis ausgelobt hat, der immer im Januar verliehen wird – in diesem Jahr zum fünften Mal. Smola hat mit vier Jahren begonnen, Klavier und Violine zu spielen. Orgel, Oboe und Kontrabass folgten – „für einen Böhmer ist alles Musik“, so sein Lieblingssatz. Der Musiker aus Leidenschaft, der selbst im Krieg beim Arbeitsdienst in verschiedenen Musikkorps spielte und in Wien und Prag Musik studierte, heuerte nach dem Krieg beim Südwestfunk an. Und zwar auf eine simple Zeitungsanzeige hin: „Der Südwestfunk sucht Mitarbeiter jeder Berufssparte!“ Mitarbeiter Smola spielte zunächst im Orchester, 1951 wurde er dessen Leiter, dann Programmchef in Baden-Baden. Ein Klangfanatiker, der Rundfunkgeschichte schrieb.
Autor/in:
Ursula Deutschendorf
Redaktion:
Mark vom Hofe
Erlebte Geschichten: Emmerich Smola






