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Bekannt wurde er in den 60er Jahren durch seine bahnbrechenden Erfolge in der Computerentwicklung. Dann wurde er zum Ketzer in seiner Zunft, zum radikalen Kritiker an der Macht der Maschine und der Ohnmacht der Vernunft. Er wuchs in Berlin auf und erlebte die Kluft, die zwischen seiner deutsch-jüdischen Herkunft und der der osteuropäischen Juden des Scheunenviertels bestand. 13 Jahre alt floh er mit seiner Familie nach Amerika, wo dann seine steile Karriere begann. Seit einigen Jahren lebt der inzwischen 80-Jährige wieder in Berlin. "Zufall", wie er meint. Aber er hat nach gut 60 Jahren Exil die Spuren seiner Kindheit wieder gesucht.
Lebenslauf
- geboren am 8. Januar 1923 in Berlin
- 1935 Flucht der jüdischen Familie in die USA
- ab 1941 Studium der Mathematik in Detroit/Michigan, Abschluss 1950
- 1948 Bau eines der ersten digital arbeitenden Computer
- 1955 - 1963 engagiert bei General Electric: Konzeption von Computern für Bankgeschäfte
- 1963 Professor für Computer-Wissenschaft am Massachusetts Institute of Technology (MIT), 1988 Emeritierung
- 1997/1998 Gastrprofessor für Informatik und Gesellschaft an der Universität Bremen
Autor/in:
Günter Rohleder
Redaktion:
Hanns Otto Engstfeld
Erlebte Geschichten: Joseph Weizenbaum






