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Klaus Traube, 1928 in Hannover geboren, war auf dem Zenit seines bisherigen beruflichen Lebens angelangt, als sich gleichzeitig der Bruch seiner Biografie anbahnte. Es war 1972, als Traube Chef des zu Siemens gehörenden Atomreaktorenbauers Interatom in Bensberg bei Köln wurde und weiter am Schnellen Brüter für Kalkar feilte; es war aber auch 1972, dass Traube den Bericht des Club of Rome über die Grenzen der Wachstumsgesellschaft las und allmählich umzuschwenken begann. Der Abschied aus der Kernenergie 1976 fiel ihm um so leichter, als Traube in den Verdacht geriet, über die Studentenbewegung Kontakte zur Baader-Meinhof-Gruppe zu haben und deshalb abgehört wurde. Die Vorwürfe erwiesen sich als völlig haltlos, der damalige Innenminister Werner Maihofer erklärte 1977 seinen Rücktritt. Klaus Traube hingegen engagierte sich fortan in der Erforschung erneuerbarer Energien und war von 1990 bis 1997 Direktor des Instituts für Kommunale Energiewirtschaft und Politik an der Universität, außerdem ehrenamtlich energiepolitischer Sprecher des Umweltverbands BUND. Er lebt heute im Taunus und freut sich, wenn der Fußballclub Eintracht Frankfurt gewinnt.
Autor/in:
Ingo Zander
Redaktion:
Mark vom Hofe






