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Als Herbert Schild kam er am 23. November 1938 unehelich zur Welt und wuchs bei seiner Großmutter im Bayrischen Wald auf – bis ihn sein leiblicher Vater später adoptierte. Seit 1960 trägt er den Namen Achternbusch. Der 70jährige hat während seines bisherigen künstlerischen Schaffens für sich in Anspruch genommen, alle Spielarten jener Spezies, die man in Bayern „Urviech“ oder „Deifi“ nennt, bedient zu haben. Als er 1977 den Petrarca-Preis erhielt, verbrannte er kurzerhand den Scheck und verließ die Veranstaltung. 1982 hatte Achternbusch seinen nächsten Skandal – in seinem Film „Das Gespenst“ ließ er Jesus vom Kreuz steigen, um in einem bayrischen Kloster mit der Oberin zu schlafen – die Freiwillige Film-Selbstkontrolle (FSK) gab den Film zunächst nicht frei, später doch, Katholiken protestierten energisch vor den Programmkinos, und die Politik in Gestalt von CSU-Politikern strichen Preis- und Fördergelder. Achternbusch – der schräge Künstler, der erst sehr spät, in den 90ern, allgemeinere Anerkennung erhält – diesmal für seine Malerei und die wüste Kraft ihrer Bilder.
Autor/in:
Martina Espeter
Redaktion:
Mark vom Hofe
Erlebte Geschichten: Herbert Achternbusch






