s
Werner Holzer, gerade 85 Jahre alt geworden, hat in den 50er und 60er Jahren im bundesdeutschen Blätterwald bei vielen Zeitungen Station gemacht – bis er die Chefredaktion der Frankfurter Rundschau übernahm und bis zu seiner Pensionierung 1992 fast 20 Jahre dieses Amt inne hatte. Unabhängig davon, dass er stets darauf bedacht war, den eher links-liberalen Charakter des Blattes zu bewahren und zu profilieren, legte Holzer viel Wert darauf, das, was ihn besonders bewegte, auch im Blatt abzubilden, nämlich den Ländern der so genannten Dritten Welt zu mehr Selbstbewusstsein im Umgang mit den Industrienationen zu verhelfen. Auf zahlreichen Reisen durch Afrika, Asien und Lateinamerika beobachtete und analysierte er die Rolle der Industrieländer und ihre Interessenlagen gegenüber den Entwicklungsländern. Auch heute noch, rund 20 Jahre nach seinem Ausscheiden aus dem Tagesgeschäft, meldet sich Holzer mit Kommentaren und Einschätzungen zu Wort.
Autor/in:
Ulrike Knapp
Redaktion:
Mark vom Hofe
Erlebte Geschichten: Walter Horenz






