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"Als ich überlegte, schließe ich die Praxis oder nicht, rieten mir ein paar Freunde: Mach doch deine Praxis einfach kleiner, nimm nur noch Privatpatienten. Dann kannst du in Ruhe noch ein paar Jährchen weitermachen." Dietrich Zschocke, Kinderarzt, hat diesen Rat von Freunden nicht beherzigt. "Nein, das mache ich nicht", hat er gesagt. Entweder blieben alle Patienten auch weiterhin seine Patienten - "oder ich muss jemanden finden, der das übernimmt." Dietrich Zschocke, im Oktober 1925 in der Wohn-Praxis seiner Eltern in Köln geboren, die beide Kinderärzte waren, hat seine Praxis schließlich einfach geschlossen - und hat noch einige Jahre ehrenamtlich als Schularzt an einer Waldorfschule gewirkt. An junge Ärzte gibt Zschocke vor allem eins weiter: Neben der medizinischen Hilfe sollten sie vor allem offen für die seelischen und sozialen Probleme der Mütter und Eltern sein. Was er Zeit seines beruflichen Schaffens beherzigt hat und was ihm Generationen von Patienten bis heute danken.
Autor/in:
Doris Netenjakob
Redaktion:
Mark vom Hofe
Erlebte Geschichten: Dietrich Zschocke





