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„…wird Widerstand zur Pflicht“.
Wolfgang Sternstein, Friedensforscher und Aktivist mit Lebensmotto
Wolfgang Sternstein, 1939 in Braunschweig geboren, gehört seit 1975 der Friedens- und Ökologiebewegung an. Ein dutzendmal stand er vor Gericht wegen zivilen Ungehorsams, neunmal ging er, insgesamt ein ganzes Jahr, ins Gefängnis, weil er sich weigerte, die Geldstrafen zu bezahlen. "Wo Recht zu Unrecht wird, wird Widerstand zur Pflicht"- dieser Plakattext aus den Tagen des Widerstands gegen den Bau des Atomkraftwerkes in Wyhl in Baden könnte als Leitmotiv sein Leben charakterisieren. In den 1960er Jahren hatte Sternstein den Kriegsdienst verweigert, sich später der Erforschung gewaltfreier Alternativen gewidmet und sich in der Anti-Atomkraftbewegung engagiert – für Sternstein ein persönlicher Wendepunkt. Denn ab diesem Zeitpunkt erlebte er sich in einer Art "Zwitterexistenz": Als Friedensforscher und Aktivist, als Wissenschaftler und radikaldemokratischer „Basispolitiker", wie er sich selbst bezeichnet. Natürlich war er, der in Süddeutschland lebt, zuletzt bei Stuttgart 21 dabei.
Autor/in:
Cornelia Beuel
Redaktion:
Mark vom Hofe






