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Ghanim Khan war 15 Jahre alt, als seine Familie Delhi verließ: Straßenkämpfe, Plünderungen und Todesängste vertrieben die muslimische Familie aus Ghanims Geburtsland Indien. Für die indischen Muslime gab es jetzt den Staat Pakistan, die Familie lebte in Karachi. Hier begann Ghanim Khan sein Wirtschaftsstudium - und als sich in Großbritannien neben dem Studium auch Arbeitsmöglichkeiten boten, wechselte er auf die Insel. Dort ging es ihm, wie er sagt, gut, "ich hatte eine gute Arbeit, meine Freunde. Doch dann wurde ich eines Tages auf der Straße zusammengeschlagen, und da wollte ich nicht länger in diesem Land leben." Mit 36 Jahren ging Ghanim Khan1968 nach Deutschland, er folgte einem guten Berufsangebot. Als er eine deutsche Frau heiratete, blieb er dauerhaft hier. Um anerkannt zu werden, musste er oft hart kämpfen. "Laut Pass bin ich Deutscher, aber niemand ist davon überzeugt, dass ich es auch wirklich bin", sagt er rückblickend.
Autor/in:
Sefa-Inci Suvak
Redaktion:
Mark vom Hofe





