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Ilse Storb, 1929 in Essen geboren, war die einzige Professorin für Jazz. Ursprünglich hatte sie sich auf die klassische Schiene vorbereitet, über Claude Debussy promoviert, bis sie 1969 mit Jazz in Berührung kam. Der Musikstil, der von da an ihr Leben prägte. 1971 gründete sie in Duisburg das Jazzlabor, sie bereiste die Welt in Sachen Jazz, organisierte Tourneen, ist mit Dave Brubeck befreundet, der ebenso Jazz und Klassik verbinden kann wie sie, der ebenso den Wurzeln des Jazz immer neu auf den Grund gehen will. "Wer Musik studiert, muss Jazz kennen", sagt sie, "Jazz, wie er in den USA üblich ist." Das ist ihre feste Überzeugung, und die hat sie bisher gelebt - als leuchtendes Beispiel für den Beweis, dass Beamte auch flippig sein können. Ihr Testament hat sie bereits gemacht - ihren Immobilienbesitz erbt die Musikhochschule in Köln mit der Verpflichtung, ein Studienfach Weltmusik einzuführen mit der bevorzugten Fachrichtung Jazz - was eigentlich auch sonst?! In diesen Tagen wird „Swinging Ilse“ 80 Jahre alt.
Autor/in:
Ursula Deutschendorf
Redaktion:
Mark vom Hofe
Erlebte Geschichten: Ilse Storb






