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Eine Frau spaziert am Zaun eines Strandweges entlang (Rechte: WDR)
Sendung vom 21.04.2003, 07:05 bis 07:30 Uhr
Hanna-Renate Laurien; Rechte: picture-alliance / ZB

 Hanna-Renate Laurien

"Ich bin immer von Männern gefördert worden!"

Hanna-Renate Laurien, der streitbaren Bildungspolitikerin, zum 75. Geburtstag

Zu ihren großen Förderern gehören Bernhard Vogel und Helmut Kohl: Hanna-Renate Laurien, 1928 in Danzig geboren, war Leiterin eines Mädchengymnasiums in Köln, als Bernhard Vogel, damals Kultusminister in Rheinland-Pfalz, sie nach Mainz in die Ministerialbürokratie holte. Das war ihr erster Förderer. Ihr zweiter, Helmut Kohl, damals Ministerpräsident in Rheinland-Pfalz, sorgte rasch dafür, dass sie Staatssekretärin wurde - und er war auch daran beteiligt, dass Hanna-Renate, inzwischen bundesweit bekannt als "Hanna-Granate", in die Regierungsmannschaft von Richard von Weizsäcker nach Berlin ging, um dort Senatorin für Schule, Jugend und Sport zu werden.

Lebenslauf

 

  • Geboren am 15. April 1928 in Danzig, Vater Chemiker, später Ministerialrat, Mutter Lehrerin, Schwester Pastorin
  • Gymnasium
  • 1944 freiwillig zum Arbeitsdienst
  • 1946 Abitur, danach Studium der Germanistik, Anglistik und Philosophie
  • 1951 Staatsexamen und Promotion zum Dr. phil.
  • 1953 Assessorexamen in Bonn
  • 1951-1970 Höherer Schuldienst in NRW
  • 1957-1963 Arbeit im Kultusministerium in Düsseldorf
  • 1963-1965 Fachleiterin für Deutsch am Studienseminar
  • 1965-1970 Direktorin der Königin-Luise-Schule in Köln
  • Seit 1960 Mitglied der CDU
  • 1967-1970 CDU-Kreisvorsitzende in Köln
  • Ab 1971 Staatssekretärin im Kultusministerium von Rheinland/Pfalz unter Bernhard Vogel
  • 1976 von ihm als Kultusministerin ins Kabinett berufen, später Senatorin für Schule, Jugend und Sport
  • Seit 1986 Stellvertreterin von Eberhard Diepgen. Nach der Niederlage der CDU bei den Wahlen zum Abgeordnetenhaus in Berlin
  • 1989 Ende der Ministerkarriere, jedoch Vorsitzende des Petitionsausschusses des Abgeordnetenhauses und Mitarbeit in der Berliner Frauen-Union, weiterhin im CDU-Bundesvorstand
  • 1991 als erste Frau zur Parlamentspräsidentin benannt
  • 1995 Verabschiedung in den Ruhestand
  • Verschiedene Veröffentlichungen
  • Sie wurde u. a. mit dem Großen Bundesverdienstkreuz, der "Leibnitz-Medaille" der Akademie der Wissenschaften und Literatur in Mainz, dem Großen Bundesverdienstkreuz mit Stern und als "Frau des Jahres" vom Verband deutscher Staatsbürgerinnen ausgezeichnet, ist Vorsitzende des Berliner Diözesanrates
  • 1996 die Ehrendoktorwürde der Katholisch-Theologischen Fakultät der Universität Münster
  • Sie leitet seit Jahren die Bildungskommission des Zentralrates der Deutschen Katholiken und hielt 1980 als erste Frau in der Geschichte dieser Institution die Eröffnungsrede zum Katholikentag. Sie ist Vorstandsmitglied des IB Jugendsozialwerks und Aufsichtsratsvorsitzende der Berliner Hotel GmbH
  • Hanna-Renate Laurin ist unverheiratet

 

 

Autor/in:

Wolfgang Steil

Redaktion:

Mark vom Hofe

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