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Der schnellste Briefträger der Republik
Georg Thoma, Skispringer, Goldmedaillengewinner vor 50 Jahren
„Jörgli“ wurde er genannt, „der schnellste Briefträger Deutschlands“ – und warum stand er ständig mit seinem Kosenamen in den Gazetten? Weil der junge Mann aus dem Schwarzwald bei den Olympischen Winterspielen in Squaw Valley 1960 in der Nordischen Kombination Gold gewann. 1937 in Hinterzarten geboren, aufgewachsen auf dem Wunderlehof unterhalb des Feldbergs, holte Georg Thoma 1950 seine erste Meisterschaft: Er wurde Schülermeister im Skispringen. Zehn Jahre später rückte er ins Rampenlicht – etwas völlig Neues für den schüchternen Springer aus dem „black forest“, nach dem sich die Reporter in Squaw Valley erkundigten. Thoma antwortete wahrheitsgemäß, er komme aus der Gegend zwischen Freiburg und dem Bodensee. Was zweifelsohne stimmte, der Weltöffentlichkeit, insbesondere den Amerikanern überhaupt nicht weiterhalf. Heute, mit über 70, dreht Thoma besonders gern seine Runden mit dem Mountainbike, auch in Wettkämpfen.
Autor/in:
Wolfgang Steil
Redaktion:
Mark vom Hofe
Erlebte Geschichten: Georg Thoma






