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Immer wenn der 20. Juli kam und sich das missglückte Attentat auf Hitler jährte, dachte Philipp von Boeselager zurück. Er hatte seinerzeit die englischen Bomben und den besonders leise explodierenden Sprengstoff für das Hitlerattentat in das Hauptquartier Wolfsschanze in Ostpreußen geschafft – und war bis zum 1. Mai 2008 der letzte noch lebende Beteiligte am Versuch, Deutschland vom Nazi-Terror zu befreien. Jetzt lebt niemand mehr – Philipp von Boeselager starb 90jährig. 1917 auf Burg Heimerzheim bei Bonn geboren, in Bad Godesberg auf einem Jesuitenkolleg zur Schule gegangen, kam er zur Wehrmacht und in den Kreis um Stauffenberg und Tresckow. Den Ausschlag, Widerstand zu leisten, hätten Folter der Waffen-SS, aber auch Exzesse von Soldaten an Zivilisten, gegeben. Nach dem Studium nach dem Krieg widmete sich Boeselager als Vorsitzender der deutschen Waldbesitzerverbände besonders dem Familienbesitz bei Altenahr. Weil seine drei älteren Brüder den Krieg nicht überlebt hatten, war er gefordert.
Autor/in:
Ursula Deutschendorf
Redaktion:
Mark vom Hofe






