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Als Karl-Heinz Heimann sich im Alter von 85 Jahren Ende 2009 aus dem Fußball-Magazin „kicker“ zurückzog und damit auch seine legendäre montägliche Kolumne „Scheinwerfer“ einstellte, hatte er dem Blatt fast 60 Jahre gedient. Der 1924 in Westfalen geborene und in Brandenburg aufgewachsene Reporter war zunächst im Raum Aachen Berichterstatter für den „kicker“, ehe ihm die Redaktion eine Festanstellung anbot. Die nahm er sofort an und wurde gleich mit in die Überlegungen eingebunden, wie über die Fußball-Weltmeisterschaft in der Schweiz 1954 ausführlich berichtet werden konnte. Heimanns Kolumne hatte Gewicht: Wenn er im Vorfeld der WM 1974 dafür warb, mit den Mittelfeldspielern Netzer und Overath zu spielen und das Spiel nicht auf einen zuzuschneiden, lag er mit Fußball-Deutschland über Kreuz. Letztlich aber kam es so – genauso wie die Einführung der Torjägerkanone und die Verteilung von Noten an die Spieler, letztlich nur einige der fußballjournalistischen Erfindungen des „mister kicker“ Karl-Heinz Heimann.
Autor/in:
Albert Wiedenhöfer
Redaktion:
Mark vom Hofe
Erlebte Geschichten: Karl-Heinz Heimann






