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Eine Frau spaziert am Zaun eines Strandweges entlang (Rechte: WDR)
Sendung vom 18.12.2011, 07:05 bis 07:30 Uhr
Telefonseelsorge; Rechte: dpa

 24 Stunden für Nöte und Sorgen erreichbar

„Sind Sie ganz allein? Kann ich wirklich reden?“

Maria, eine der ersten Aktiven bei der Telefonseelsorge

1957 flüchtete Maria aus der DDR nach Westberlin. In der umtriebigen Frontstadt der Westmächte sog sie die Ingredienzien der Demokratie auf: nächtliche Debatten in der Küche des Evangelischen Studentenheimes mit Studierenden aus Ungarn, Afrika und Westdeutschland, aufrüttelnde Vorlesungen des „progressiven“ Theologen Helmut Gollwitzer an der FU, ihre erste Stimmabgabe in einer freien Wahl für Willy Brandt. Als ein engagierter Kreis um den Arzt und Pfarrer Klaus Thomas die Telefonseelsorge gründete, wurde die Studentin eine der ersten ehrenamtlichen Beraterinnen. Nach einem Leben als Rundfunksprecherin und Dozentin in Hannover und Essen ist Maria heute wieder als Telefonseelsorgerin tätig, weshalb sie für ihr Interview auch nicht ihren richtigen Namen genannt hat. Denn nicht nur die Anrufer bleiben anonym, auch die Beraterinnen und Berater sind es.

Autor/in:

Cornelia Schäfer

Redaktion:

Mark vom Hofe

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