s
1974 hat Heinrich Kupffer, 1924 geboren und Pädagogikprofessor, den Begriff der Antipädagogik geprägt. Kupffer wollte damit Herrschaftsverhältnisse zwischen Erziehern und Zöglingen in Frage stellen, um zu einem achtungsvollen Umgang miteinander zu kommen. Kupffer weiß, wovon er spricht. Er hat bald sein ganzes Leben in Internaten verbracht. Groß geworden ist er in der Schlossschule in Salem, einem reformpädagogischen Internat, das als teuer und elitär gilt und in dem seine Mutter Erzieherin war. Bevor er Professor für Sozialpädagogik wurde und Bücher schrieb, arbeitete er jahrzehntelang als Lehrer und Erzieher in Heimen, erst in der Odenwaldschule, die in diesen Tagen 100 Jahre alt wird, dann im Landschulheim am Solling. Schließlich lehrte er Pädagogik an der Pädagogischen Hochschule in Kiel. Er beschäftigte sich vor allem mit Heimerziehung. Nach seiner Emeritierung engagierte er sich im Deutschen Kinderschutzbund, 25 Jahre lang war er Chefredakteur von dessen Verbandszeitschrift „Kinderschutz aktuell“.
Autor/in:
Karl-Heinz Heinemann
Redaktion:
Mark vom Hofe
Erlebte Geschichten: Heinrich Kupffer






