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Nur vier Jahre ist er auf der internationalen Bühne aktiv gewesen, dann hat er seine Karriere beendet: Armin Hary, von dem gesagt wird, er sei wie ein Komet am Leichtathletikhimmel aufgetaucht und genauso schnell wie er da war, sei er auch schon wieder verschwunden gewesen. In diesen vier Jahren auf der internationalen Bühne hat Armin Hary alles erreicht, wonach ein Sprinter strebt: Weltrekord als erster Mensch, der die 100-Meter-Sprintstrecke in 10,0 Sekunden läuft, und bei den Olympischen Spielen in Rom 1960 die Goldmedaille. Den Weltrekord hatte Hary, 1937 in der Nähe von Saarbrücken geboren, stets im Auge, seit er sich entschieden hatte, Leichtathlet zu werden. Aber der Weg dahin war überaus steinig: Mehrfach lief Hary 10,0 oder sogar darunter, aber der Rekord wurde annulliert, weil die Funktionäre den Stoppuhren nicht trauten oder die Laufbahn ein um einen Zentimeter zu starkes Gefälle aufwies. Hary lief daraufhin mit Wut im Bauch - Wut vor allem auf den Verband und seine Repräsentanten. Und diese Wut ist auch heute, da er 75 Jahre alt wird, immer noch nicht gänzlich verraucht.
Autor/in:
Maicke Mackerodt
Redaktion:
Mark vom Hofe






