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Als Herbert Ehrenberg 75 Jahre alt wurde, schrieb ihm sein Parteifreund, der damalige Bundestagspräsident Wolfgang Thierse: "Du gehörst zum politischen Urgestein in des Begriffs bestem Sinne. Ruhestand, wie ihn die meisten Menschen im Lande verstehen, kennst Du nicht." Herbert Ehrenberg, am 21. Dezember 1926 in Collnischken in Ostpreußen geboren, was man bis heute an seiner typisch ostpreußischen knorrigen Sprechweise hört, hat sich in seinem politischen Ruhestand weiß Gott nicht zur Ruhe gesetzt: Insbesondere mit der Regierung Schröder hat er sich immer wieder auseinandergesetzt und ihr vorgeworfen, sich vom Ziel der sozialen Gerechtigkeit und der Bekämpfung der Arbeitslosigkeit zu weit entfernt zu haben und statt dessen die Wirtschaft zu schonen. So forderte Ehrenberg mehrfach die Einführung der Tobin-Steuer, einer Abgabe auf zur Produktion eingesetzte Maschinen. Herbert Ehrenberg, vor 30 Jahren im Dezember 1976 von Helmut Schmidt ins Kabinett als Nachfolger von Walter Ahrendt geholt, war bis 1982 Arbeits- und Sozialminister; er lebt heute im Wangerland nördlich von Wilhelmshaven.
Autor/in:
Ingo Zander






