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Eine Frau spaziert am Zaun eines Strandweges entlang (Rechte: WDR)
Sendung vom 17.06.2007, 07:05 bis 07:30 Uhr

"Gelobt sei, was hart macht"

Hans Müncheberg über seine Zeit als Napola-Schüler

Hans Müncheberg, geboren 1929 in Templin - der Stadt, in der die heutige Bundeskanzlerin Angela Merkel aufwuchs, kam 1940 als Zehnjähriger auf die Napola Potsdam, die Nationalpolitische Erziehungsanstalt und blieb dort bis kurz vor Kriegsende. Als Freiwilliger im Volkssturm zog er in den Häuserkampf in Berlin und wurde schwer verwundet. In der DDR hat er später Repressalien hinnehmen müssen wegen seiner Vergangenheit als Napola-Schüler, obwohl er kurz nach dem Krieg in Templin die dortige FDJ mitgegründet hatte. So durfte er zum Beispiel nicht Physik studieren, wie er es gern getan hätte. Schließlich wurde Hans Müncheberg Dramaturg beim DDR-Fernsehen. Seine Napola-Erlebnisse hat er in dem Roman ?Gelobt sei, was hart macht? veröffentlicht.
Die "Erziehung zu Nationalsozialisten, tüchtig an Leib und Seele für den Sieg an Volk und Staat" - mit diesem Ziel richteten die Nationalsozialisten 1933 die Nationalpolitischen Erziehungsanstalten ein, der Volksmund nannte sie Napola. Die Schüler sollten die kommende Führergeneration der Deutschen bilden. Über das ganze Reich waren die Schulen verstreut, bei Kriegsende gab es 43, zwei davon für Mädchen. Anders als die Schüler der Adolf-Hitler-Schulen hatten die Jungen auf der Napola freie Berufswahl, wenn sie - so war es zumindest geplant - das Internat mit dem Abitur verließen.

 

 

Autor/in:

Sandra Doedter

Redaktion:

Mark vom Hofe

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