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Er hat als Student und junger Journalist den Tiefpunkt des deutschen Films in den 50er Jahren genauso aktiv-leidend miterlebt wie die Anfänge des neuen deutschen Films, hat Fassbinder neue Filmkultur machen sehen, hat schließlich selbst ins Geschehen eingegriffen und Fernsehfilme produziert und in Auftrag gegeben: Heinz Ungureit, 1931 in Bockum-Hövel im damaligen Kreis Lüdinghausen im südlichen Münsterland geboren, der "Filmpapst von ARD und ZDF", der erst im letzten Jahr zum Ehrenmitglied der Deutschen Filmakademie ernannt wurde. Schon während seines Studiums der Publizistik, Geschichte und Germanistik in Münster schrieb Ungureit für westfälische Heimatzeitungen, 1959 ging er als Feuilleton-Redakteur zur "Frankfurter Rundschau" und hatte dort ein besonders waches Auge auf den deutschen Nachkriegsfilm - der sich vorrangig an Arzt- und Heimatfilmen versuchte. Mitte der 60er Jahre wechselte Heinz Ungureit zur ARD in die Filmredaktion und baute Programmreihen wie "Das Film-Festival", "Der Studio-Film" und "Die Film-Premiere" auf - ehe er 1976 zum ZDF als Hauptredaktionsleiter Fernsehspiel und Film ging.
Autor/in:
Jochanan Shelliem
Redaktion:
Mark vom Hofe






