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Sommer 1940. Wer aus Furcht vor den Nationalsozialisten nach Frankreich geflohen war, muss erneut um sein Leben fürchten. Die französische Regierung inhaftiert die vor Hitler geflohenen Deutschen, Juden, linke Intellektuelle, Nazigegner. Wem die Flucht aus der Haft gelingt ins unbesetzte Südfrankreich der Vichy - Regierung, riskiert auch dort die Auslieferung. Ohne Papiere macht sich die junge Lisa Fittko auf den Weg in die Pyrenäen. Seit sie 1933 in Berlin Flugblätter gegen die Nazis verteilt hat, ist sie auf der Flucht. Sie lernt den Philosophen Walter Benjamin kennen, der sie bittet, ihm über die Pyrenäen zu helfen. Sie und ihr Mann unterstützen ca. 100 Menschen dabei, sich aus Frankreich zu retten. Sie selbst gelangen über Spanien und Kuba nach Amerika, wo die heute 94jährige noch heute in Chicago lebt.
Lebenslauf
- Die Widerstandskämpferin Lisa Fittko stammt aus einer jüdischen Künstler- und Intellektuellenfamilie. Sie wurde 1909 geboren und wuchs in Berlin auf.
- 1933 floh sie aus Deutschland, nachdem sie Flugblätter gegen die Nationalsozialisten verteilte hatte und dabei erwischt worden war, zunächst nach Prag, dann in die Schweiz, nach Holland und Frankreich. In jedem dieser Exilländer kämpfte sie weiter gegen die Nazis.
- 1940/1941 half sie vielen von Hitler Verfolgten über die Pyrenäen, unter anderem Walter Benjamin, bevor sie selbst mit ihrem Mann über Kuba in die USA floh. Heute lebt sie in Chicago.
- Von ihr sind erschienen "Solidarität unerwünscht. Erinnerungen 1933-1940" und "Mein Weg über die Pyrenäen" (beide im Hanser Verlag).
Autor/in:
Tanja Busse
Redaktion:
Hanns Otto Engstfeld
Erlebte Geschichten: Lisa Fittko





