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Eine Frau spaziert am Zaun eines Strandweges entlang (Rechte: WDR)
Sendung vom 16.08.2009, 07:05 bis 07:30 Uhr
Prager Gedenken an Einmarsch 1968

 Prager Gedenken an Einmarsch 1968

Tochter eines Kommunisten

Elisabeth Markstein zwischen Gehorsam und Widerstand

Elisabeth Markstein, Jahrgang 1929, ist die Tochter des legendären Johann Koplenig, der fast 40 Jahre lang an der Spitze der österreichischen Kommunisten stand. Als die Eltern nach 1933 in den Untergrund und später über Prag ins Exil nach Moskau gingen, war das dortige „Hotel Lux“ ihre Heimat, ein „Paradies“, wie sie sagt. Später, nach der Rückkehr nach Wien, erlebte Elisabeth Markstein mit, wie ihr Vater zunehmend an Moskau zu zweifeln begann, insbesondere 1956 beim Ungarn-Aufstand, erst recht 1968 beim Einmarsch in Prag. Als ihr Vater bald darauf starb, wurde sie aus der KPÖ ausgeschlossen – sie galt als Dissidentin, was stimmte. Denn auch in der Sowjetunion hielt sie Kontakt zu Dissidenten und schmuggelte Briefe von Solschenytzyn aus dem Land.

Autor/in:

Sibylle Plogstedt

Redaktion:

Mark vom Hofe

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