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Georgios Koukoulas war 25 und von Beruf Fotograf, als er sich ent- schloss, Griechenland zu verlassen. Ende der 60er, Anfang der 70er Jahre, zu Zeiten der Militärdiktatur, gingen viele Griechen nach Deutschland, wo ausländische Arbeitskräfte gefragt waren. Georgios Koukoulas stammt aus einfachen Verhältnissen vom Lande. Oft reichte es daheim nicht einmal für das tägliche Brot oder für Schuhe. In Deutschland arbeitete er zunächst in Fabriken, bis er sich als Gastwirt selbständig machte. Als er sich politisch gegen die griechische Militärdiktatur engagierte, wurden zweimal Brandanschläge auf sein Restaurant verübt. Obwohl mit einer Deutschen verheiratet, sagt er: „In Deutschland bin ich kein Deutscher und in Griechenland kein Grieche.“ Dennoch fühlt er sich heute eher in Deutschland zu Hause und will hier seinen Lebensabend verbringen.
Autor/in:
Wolfgang Bittner
Redaktion:
Mark vom Hofe
Erlebte Geschichten: Georgios Koukoulas






