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Eine Frau spaziert am Zaun eines Strandweges entlang (Rechte: WDR)
Sendung vom 15.02.2009, 07:05 bis 07:30 Uhr
Elisabeth Schütz

 Elisabeth Schütz

Dienstmädchen bei Bertold Brecht

Elisabeth Schütz

Elisabeth Schütz hieß noch Elisabeth Grätz und war 19, als sie sich im November 1953 in Berlin im Hause Brecht-Weigel als Dienstmädchen vorstellte. Der Gärtner ließ sie ins Haus, wie sie dachte, doch der Gärtner war Bertolt Brecht persönlich. Einfach gekleidet, wie ein Arbeiter. Den Dichter kannte die junge Elisabeth damals noch nicht. Ein Jahr lang, bis zum Herbst 1954, half sie im Haushalt, machte sauber, kaufte ein, half in der Küche. Abends, wenn sich die Theaterleute zu Besprechungen trafen, servierte sie Tee. In den Sommerwochen war Elisabeth auch im Landhaus in Buckow mit dabei. Sie erlebte Brecht als einfachen und zurückhaltenden Mann, der vollständig für seine Kunst lebte. Insgesamt ein angenehmes und interessantes Jahr bei Brecht und Weigel, sagt sie heute. In diesen Tagen feiert Elisabeth Schütz ihren 75. Geburtstag.

Autor/in:

Thomas Moser

Redaktion:

Mark vom Hofe

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