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Sie haben viel zu erzählen: Bewegendes, Unglaubliches, Unfassbares, Erschütterndes - Flüchtlinge und Vertriebene, die in den Wirren des Nazi-Regimes ihre Heimat verließen und sich auf den großen Treck, meistens nach Westen, machten. Und dies selten in einer Tour, sondern zwangsläufig mit immer neuen Zielen, weil niemand sagen konnte, wo's sicher war. In der langen Nacht der erlebten Geschichten von Flüchtlingen und Vertriebenen kommen Menschen zu Wort, die sich aus Ostpreußen, Schlesien, Böhmen auf den Weg ins Ungewisse gemacht haben, der Schauspieler Mathias Habich zum Beispiel, die Publizisten Ralph Giordano und Fritz Stern; da sind die vielen Juden, die auf abenteuerlichen Wegen, quer durch Europa, in Häfen gelangt sind, um nach Amerika oder Palästina zu gelangen; da sind weiterhin diejenigen, die zurückblieben und von den Sowjets nach Sibirien geschickt wurden; und da sind schließlich diejenigen, die nach dem Bau der Mauer die Flucht planten, wie das Ehepaar Eva und Klaus Klein, das mit rund 50 anderen durch einen mühsam gegrabenen Tunnel nach West-Berlin floh.
Redaktion:
Mark vom Hofe





