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Sie nannten ihn "Argumentationsgangster", er selbst will nicht so weit gehen, gibt aber gern zu, dass er als früherer Leistungssportler den Wettkampfgedanken auch gern in die verbale Auseinandersetzung der 60er und 70er Jahre ausdauernd einführte: Johano Strasser, am 1. Mai 68 Jahre alt geworden, früherer stellvertretender Vorsitzender der Jungsozialisten, wortmächtig in den Diskussionen und Debatten der damaligen Zeit und davon überzeugt, dass diese Redeschlachten mit dazu beigetragen haben, dass Bundesdeutschland zu einer vorzeigbaren Demokratie geworden ist. Johano Strasser, 1939 in Holland geboren, studierte in Mainz Philosophie und promovierte 1967. Zehn Jahre später habilitierte er sich als Politikwissenschaftler an der Freien Universität Berlin in einer Phase, da er sich als Vor- und Querdenker bei den Jusos einen Namen gemacht hatte - gegen den Stamokap-Flügel um Klaus-Uwe Benneter - und ab 1975 Mitglied der Grundwertekommission der SPD wurde. Heute ist er bekannt als Schriftsteller und Präsident des PEN seit 2002 - im März hat er sein neuestes Buch vorgelegt: "Als wir noch Götter waren im Mai".
Autor/in:
Ingo Zander
Erlebte Geschichten: Johano Strasser





