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Er war besessen, er war begeistert, er bekam Gänsehaut: der Schweizer Paul Seiler, Jahrgang 1936. Er hatte den Mut, seiner Faszination zu vertrauen. Sie galt Zarah Leander, der schwedischen Sängerin und Schauspielerin, der Diva des alten UFA-Films. Diese starke, emanzipierte Frau mit der tiefen unvergesslichen Stimme wurde sein Idol. Seiler, der mit elf Jahren seine Mutter verloren hatte, bewunderte die fast dreißig Jahre ältere Künstlerin rückhaltlos, sammelte alles über sie und begleitete ihren Weg mit unermüdlicher Liebe und Treue. Seine Leistung als ihr Biograph und Archivar ist einzigartig. Zugleich ist die Lebensgeschichte dieses sensiblen und ausdrucksfähigen Schweizers beispielhaft dafür, wie eine leidenschaftliche Liebe und Begeisterung die Leiden einer einsamen und traurigen Kindheit ins Positive wenden kann. Paul Seiler lebt heute in Berlin, vor zehn Jahren hat er seine komplette Sammlung dem Filmmuseum in Potsdam überlassen.
Autor/in:
Doris Netenjakob
Redaktion:
Mark vom Hofe
Erlebte Geschichten: Paul Seiler






