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Rolf Kralovitz, der am 15. Juni seinen 80. Geburtstag feiert, ist einer von vier Leipziger Juden, die das Konzentrationslager Buchenwald überlebt haben - nur er lebt noch und kann erzählen, wie seine Mutter, seine Schwester und er im Oktober 1943 verhaftet und durch verschiedene KZ geschleust wurden. Rolf Kralovitz hat den Kontakt zu seiner Heimatstadt Leipzig nie verloren - und das, obwohl er 1946 die zweite Verfolgung erleben musste. Als er sich weigerte, in die SED einzutreten, verlor er die Anerkennung als Opfer des Faschismus erster Klasse. Über Stationen in New York und München, wo er als Schauspieler am Theater und beim Film arbeitete, kam er 1960 nach Köln und wurde Produktionsleiter beim WDR. Als er 1976 erblindete, musste er frühzeitig aus dem Beruf scheiden. Seit der Wende arbeiten Kralovitz und seine Frau unermüdlich daran, das jüdische Leben in Leipzig nachzuzeichnen. Sie halten Vorträge in Schulen und haben zahlreiche Bücher über die Juden in Leipzig finanziert. Für seine herausragende Lebensleistung ist das Ehepaar Kralovitz Anfang 2005 mit der Ehrenmedaille der Stadt Leipzig ausgezeichnet worden.




