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„Wir waren nicht arm, wir hatten nur kein Geld!“
Maria Paffenholz über ihre Jugend in einem Künstlerhaushalt
Maria Paffenholz, 1923 in Köln geboren, ist die Frau der Hände. Sie sammelt Hände, sie malt Hände, sie „macht“ Hände: große Hände, kleine Hände, mit Narben an den Fingern, mit lackierten Fingernägeln, derbe Männerhände, zarte Frauenhände. Das künstlerische Talent verdankt Maria Paffenholz ihrem Vater Peter, der vor 50 Jahren starb, Maler war, Karikaturist, Lebenskünstler und Stadtverordneter der kommunistischen Partei in den 20er Jahren. Das Leben der Familie Paffenholz spielte sich zwischen rotem Agit Prop ab mit einer Mutter, die für die Partei sammeln ging, und den witzigen Einfällen eines begabten Vaters, der Bühnenbilder entwarf, politische Karikaturen zeichnete und für die Zeitung des damaligen Rundfunks, die Werag, arbeitete. Bis 1933 die Nazis kamen und Peter Paffenholz mit Berufsverbot belegten. Im Klingelpütz eingesperrt, malte Paffenholz seine Zelle aus. Er kam ins Erziehungslager in Deutz, in dem zur gleichen Zeit auch Konrad Adenauer saß.
Autor/in:
Ursula Deutschendorf
Redaktion:
Mark vom Hofe
Erlebte Geschichten: Maria Paffenholz






