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Karl-Heinz Volkert ist sechs Jahre alt, als er die Verwüstungen der Reichspogromnacht 1938 auf dem Marktplatz seines Geburtsortes Burgsteinfurt sieht. Er ist 13, als er Augenzeuge eines Mordes an einem KZ-Häftling wird. Diese beiden Ereignisse und sein christlicher Glaube bestärken den jungen Mann, in die Welt zu gehen, um zu verhindern, dass ein solches Unglück wie das am jüdischen Volk noch einmal passiert. Die wirtschaftliche Not in seinem Elternhaus zwingt ihn zunächst, nach der Schule sofort Geld zu verdienen. Er macht eine Lehre als Schriftsetzer. Später studiert er Sozialarbeit und ist im Landschaftsverband Westfalen-Lippe für die Kriegsopferfürsorge zuständig. Dann, 1974, gelingt ihm der Sprung in den Rat der Stadt Münster. Als Vorsitzender der Sozialausschüsse organisiert er viele Treffen zwischen Deutschen und Israelis, initiiert die Städtepartnerschaft zwischen Münster und Rishonle-Zion, gründet die Deutsch-Israelische Gesellschaft und Ende 2005 die „Israel-Stiftung Deutschland“. Inzwischen hat er das Gelobte Land 61 Mal besucht und plant bereits seinen nächsten Aufenthalt.
Autor/in:
Andrea Lieblang
Redaktion:
Mark vom Hofe






