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Immer wenn der 9. November kommt, geht Isaak Behar, 1923 geboren, zum Bahnhof in Berlin-Grunewald und besucht das Mahnmal „Gleis 17“. Er betet das Kaddisch, das jüdische Totengebet. Von Gleis 17 aus wurden damals, 1942, seine Eltern in einen Zug nach Auschwitz gesetzt. Der 19jährige sah sie nicht wieder. Isaak Behar ist inzwischen das älteste Mitglied der Jüdischen Gemeinde in Berlin. Seine Familie gehört zur kleinen Gruppe der sephardischen Juden, die ursprünglich aus der Türkei stammen. Wie Isaak Behar den Holocaust erlebte, wie er sich in Berlin versteckte, aufgespürt wurde, zweimal zur Deportation anstand, gepeinigt und gequält wurde und trotzdem überlebte, erzählt er noch in Schulen als eindrucksvolles Zeugnis einer unglaublichen Zeitepoche. In diesem Jahr wurde er als Botschafter für Frieden und Toleranz ausgezeichnet.
Autor/in:
Elif Kabukcu
Redaktion:
Mark vom Hofe
Erlebte Geschichten: Isaak Behar






