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"Als meine Mutter mit schlotternden Knien vor mir stand und fragte, ob ich etwas dagegen hätte, wenn sie noch einmal heiratete, war ich dafür. Das war meine größte Tat!" Helga Schuchardt, die im Krieg ihren leiblichen Vater verloren hatte, gibt sich bescheiden. Aber schon in ihrer Jugend zeichnet sich die Gradlinigkeit und Prinzipientreue ab, die Helga Schuchardt auf ihrem Lebensweg begleitet hat. Gebürtig aus einer Kaufmannsfamilie, wo sie Zielstrebigkeit lernte, war es für ihre Eltern nur natürlich, dass ihre Tochter einen außergewöhnlichen Berufswunsch äußerte: Ingenieurin. Die Männer bei ihrem Arbeitgeber, der Deutschen Lufthansa, reagierten reichlich irritiert, als nun eine Frau Männern Weisungen erteilte. 1982 trat Helga Schuchardt aus der FDP aus, als ihre Partei zur CDU/CSU wechselte; als Parteilose bekleidete sie ab 1990 im niedersächsischen Kabinett Schröder das neue Ressort "Wissenschaft und Bildung". Am 2. August feiert sie ihren 65. Geburtstag.
Lebenslauf
- geboren am 2. August 1939 in Hannover
- 1964 Abschluss als Ingenieurin (grad.) in Wedel
- 1965 - 1972 Ingenieurin bei der Deutschen Lufthansawerft in Hamburg
- 1965 Mitglied der FDP
- 1970 - 1972 Abgeordnete der FDP in der Hamburger Bürgerschaft
- 1970 - 1982 Bundesvorstand der FDP
- 1972 - 1982 Mitglied des Deutschen Bundestags
- 1982 Austritt aus der FDP nach dem Bruch der sozial-liberalen Koalition
- 1983 - 1987 parteilose Kultursenatorin im Hamburger Senat
- 1990 - 1998 Ministerin für Wissenschaft und Kunst in Niedersachsen im Kabinett von Ministerpräsident Gerhard Schröder
Autor/in:
Ingo Zander
Redaktion:
Mark vom Hofe
Erlebte Geschichten: Helga Schuchardt






