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Als Sepp Herberger 1962 den Kader der deutschen Fußballnationalmannschaft für die Weltmeisterschaft in Chile bekannt gab, waren selbst Experten überrascht. Als Torwart hatte er Wolfgang Fahrian nominiert, der zu diesem Zeitpunkt erst 20 Jahre alt war. Fahrian galt als der eleganteste Torhüter seiner Zeit, keiner konnte springen wie er. Sepp Herberger ließ die Nationalmannschaft tatsächlich mit Wolfgang Fahrian im Tor statt mit dem erfahrenen Hans Tilkowski bei der WM antreten. Nach der WM, bei der die deutsche Mannschaft im Viertelfinale unglücklich gegen Jugoslawien ausschied, wechselte Fahrian von Ulm 46 zu Hertha BSC Berlin. Dort war er in den ersten Fußballskandal der Bundesliga verwickelt. Der Verein hatte seinen Spielern beträchtliche Schwarzgelder zukommen lassen. Die Folge: Fahrian wurde für ein halbes Jahr gesperrt, Hertha BSC wurde aus der Bundesliga ausgeschlos-sen und in die Berliner Regionalliga verbannt. Fahrian spielte ein Jahr zweitklassig, womit seine Karriere als Nationalspieler beendet war. Danach wechselte er zu 1860 München, dann nach Düsseldorf, stieg schließlich 1974 mit Fortuna Köln wieder in die Bundesliga auf und ein Jahr später wieder ab. 1976, mit 35 Jahren, beendete er seine Karriere aus gesundheitlichen Gründen. Wolfgang Fahrian ist dem Fußball verbunden geblieben, bis heute arbeitet er als Spielerberater.
Autor/in:
Albert Wiedenhöfer
Redaktion:
Mark vom Hofe






