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„Nur keine bürgerlichen Frauen spielen müssen“
Lola Müthel, die „Theatertigerin“, wird 90
Medea, Antigone, Lady Macbeth, Elektra – die großen weiblichen Theaterrollen. Das war die Welt von Lola Müthel, die sie, weil sie so gern die aggressiven Frauen spielte, „Theatertigerin“ nannten und die am 9. März ihren 90. Geburtstag feiert. Lola Müthel - Vater Regisseur, Mutter Operettensängerin - musste zwangsläufig auf die Bühne und hatte das große Glück, im Alter von 17 Jahren von Gustav Gründgens entdeckt zu werden. Sie war damals Schauspielschülerin am Deutschen Theater in Berlin, als ihr Gründgens eröffnete, sie solle seine Partnerin sein. Der große Schauspieler habe miserabel gespielt, erinnert sich Lola Müthel, an vielen Stellen nicht weiter gewusst, und durch ihr Improvisieren sei die Aufführung ein Erfolg geworden. Lola Müthel spielte auf vielen Bühnen und wirkte in rund 40 Film- und Fernsehproduktionen mit.
Autor/in:
Ursula Deutschendorf
Redaktion:
Mark vom Hofe
Erlebte Geschichten: Lola Müthel






