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Als Klara Anfang der 50er Jahre lebensbedrohlich erkrankte, war sie 14. Jahrelang hatte sie für die Rückkehr des im Kriege verschollenen Vaters gebetet und sich kasteit, vergebens. Und so fiel das sensible Mädchen in eine so genannte "katatone Schizophrenie", bei der der ganze Körper erstarrt. Schlimmer noch als die Erkrankung war das weitere Leben, das unter ehernem Schweigegebot stand, denn die Krankheit galt ihrer Familie als Makel, der niemandem offenbart werden durfte. Erst mit fünfzig gelang es ihr, sich aus den Fesseln der Scham zu befreien, über die psychische Erkrankung und ihr Leben in deren Schatten zu sprechen.
Autor/in:
Cornelia Schäfer
Redaktion:
Hanns Otto Engstfeld
Erlebte Geschichten: Klara





