s
"Jemand musste das ja machen "
Horst Otto verschaffte gefallenen Wehrmachtsoldaten eine letzte Ruhestätte.
1925 in Schlesien geboren, gerät Horst Otto 1945 in französische Kriegsgefangenschaft. 1947 wird er frei, findet sich aber nicht wieder in sein Deutschland ein. Er kehrt nach Frankreich zurück, das er während der Gefangenschaft als Arbeiter in einigen kleinen Betrieben zu schätzen gelernt hat. 1956 fragt ihn der gerade geschaffene "Volksbund deutsche Kriegsgräberfürsorge", ob er, zusammen mit etwa dreißig anderen französisch sprechenden ehemaligen Kriegsgefangenen, die in der Normandie gefallenen und in Massengräbern untergebrachten deutschen Soldaten exhumieren helfen wolle. Sie würden in eigenen Friedhöfen beigesetzt oder aber in ihre Heimat rückgeführt. Horst Otto, seit 1959 mit einer Französin verheiratet, nahm an und wurde so Botschafter des ehemaligen Feindes und Versöhner über den Gräbern der Toten.
Autor/in:
Andreas Teska
Redaktion:
Hanns Otto Engstfeld
Erlebte Geschichten: Horst Otto





